THEMA
    about_Variables

KURZBESCHREIBUNG
    Beschreibt, wie Werte in Variablen gespeichert werden, die in 
    Windows PowerShell verwendet werden können.  

DETAILBESCHREIBUNG
    Eine Variable ist eine Speichereinheit, in der Werte gespeichert 
    werden. In Windows PowerShell werden Variablen durch 
    Textzeichenfolgen dargestellt, die aus Einzelwörtern bestehen und 
    mit einem Dollarzeichen ($) beginnen, beispielsweise $a, $process 
    oder $my_var.

    Windows PowerShell enthält verschiedene Typen von Variablen.

    -- Benutzerdefinierte Variablen: Variablen, die von Benutzern 
       erstellt und verwaltet werden. Standardmäßig sind die 
       Variablen, die in der Windows PowerShell-Befehlszeile erstellt 
       werden, nur vorhanden, solange das Windows PowerShell-Fenster 
       geöffnet ist, und werden verworfen, wenn Sie das Fenster schließen.
       Um eine Variable zu speichern, fügen Sie sie dem Windows 
       PowerShell-Profil hinzu. Sie können auch Variablen in Skripts 
       mit globalem Bereich, Skriptbereich oder lokalem Bereich 
       erstellen.  

    -- Automatische Variablen: Automatische Variablen speichern den 
       Status von Windows PowerShell. Diese Variablen werden von 
       Windows PowerShell erstellt, und Windows PowerShell ändert 
       ihre Werte nach Bedarf, um die Genauigkeit zu bewahren. Die 
       Werte dieser Variablen können vom Benutzer nicht geändert werden.
       Beispielsweise speichert die automatische Variable "$PSHome" 
       den Pfad zum Windows PowerShell-Installationsverzeichnis. 
       Weitere Informationen sowie eine Liste und eine Beschreibung 
       der automatischen Variablen finden Sie unter "about_Automatic_V
       ariables".

    -- Einstellungsvariablen: Einstellungsvariablen speichern 
       Benutzereinstellungen für Windows PowerShell. Diese Variablen 
       werden von Windows PowerShell erstellt und mit Standardwerten 
       gefüllt. Die Werte der Variablen können vom Benutzer geändert 
       werden. Beispielsweise wird mit "MaximumHistoryCount" die 
       maximale Anzahl der Einträge im Sitzungsverlauf bestimmt. 
       Weitere Informationen sowie eine Liste und eine Beschreibung 
       der Einstellungsvariablen finden Sie unter "about_Preference_Va
       riables".

    
 ARBEITEN MIT VARIABLEN

    Um alle Variablen in der Windows PowerShell-Sitzung aufzuführen, 
    geben Sie Folgendes ein:

       get-variable

    Um den Wert einer Variablen anzuzeigen, geben Sie ein 
    Dollarzeichen ($) und anschließend den Namen der Variablen ein. 
    Windows PowerShell zeigt daraufhin den zugehörigen Wert an.

       $<Variablenname>

    Beispiel:

        PS> $pshome
        C:\Windows\System32\WindowsPowerShell\v1.0


    Um eine neue Variable zu erstellen oder den Wert einer Variablen 
    zu ändern, verwenden Sie eine Zuweisungsanweisung im folgenden Format:

        $<Variable> = <Wert>

    Beispiel:

        PS> $my-variable = 1, 2, 3

        oder

        PS> $VerbosePreference = "Continue"

    Um ein Objekt abzurufen, das die Variable darstellt, verwenden 
    Sie einen Get-Variable-Befehl, beispielsweise:

        PS> get-variable pid


    Um eine Variable zu verwenden, geben Sie den Variablennamen 
    einschließlich des Dollarzeichens ($) in einem Befehl oder einem 
    Ausdruck ein. Wenn der Befehl oder der Ausdruck nicht in 
    Anführungszeichen eingeschlossen werden, oder wenn der Befehl 
    oder Ausdruck in doppelte Anführungszeichen (") eingeschlossen 
    wird, wird der Wert der Variablen im Befehl oder im Ausdruck 
    verwendet. Wenn der Befehl in einfache Anführungszeichen (') 
    eingeschlossen wird, wird der Variablenname im Ausdruck verwendet.

    Beispielsweise wird im ersten Befehl der Wert der Variablen 
    "$profile" gesucht, der den Pfad zur Windows PowerShell-Benutzerpr
    ofildatei darstellt. Mit dem zweiten Befehl wird die Datei in 
    Editor geöffnet.

        PS> $profile
        C:\Dokumente und Einstellungen\User01\Eigene Dateien\WindowsPo
        werShell\Microsoft.PowerShell_profile.ps1

        PS> Notepad $profile


    Sie können einen beliebigen Objekttyp einschließlich ganzer 
    Zahlen, Zeichenfolgen, Arrays und Hashtabellen sowie Objekten, 
    die Prozesse darstellen, Diensten, Ereignisprotokollen und 
    Computern in einer Variablen speichern.  
  

  SPEICHERN VON VARIABLEN
      Variablen, die Sie erstellen, sind nur in der Sitzung 
      verfügbar, in der Sie sie erstellen. Sie werden verworfen, wenn 
      Sie die Sitzung schließen.
     
      Um eine Variable zu speichern, fügen Sie die Variable dem 
      Windows PowerShell-Profil hinzu.
      Variablen in einem Profil werden jeder Windows PowerShell-Sitzun
      g hinzugefügt, die Sie öffnen.

      Wenn Sie beispielsweise den Wert der Variablen "$VerbosePreferen
      ce" in allen Windows PowerShell-Sitzungen hinzufügen möchten, 
      fügen Sie dem Windows PowerShell-Profil den folgenden Befehl hinzu.

	  $VerbosePreference = "Continue"

      Sie können diesen Befehl dem Profil hinzufügen, indem Sie die 
      Profildatei in einem Text-Editor öffnen, beispielsweise 
      Microsoft Editor, oder Sie können einen Add-Content-Befehl wie 
      nachfolgend angegeben verwenden.

      Mit dem folgenden Befehl wird der neue Wert der Variablen 
      "$VerbosePreference" dem CurrentUserAllHosts-Profil hinzugefügt.

	  add-content -path $profile.CurrentUserAllHosts -value 
	  '$VerbosePreference = "Continue"'

      Weitere Informationen über die Windows PowerShell-Profile 
      finden Sie unter "about_profiles".


 VARIABLENNAMEN MIT SONDERZEICHEN

    Sie können geschweifte Klammern verwenden, um Windows PowerShell 
    zu zwingen, einen Variablennamen buchstäblich zu interpretieren. 
    Dies ist besonders hilfreich, wenn Sie einen Variablennamen 
    erstellen oder darauf verweisen, der Sonderzeichen enthält, 
    beispielsweise Bindestriche, Punkte, Doppelpunkte und Klammern. 

    Um einen Variablennamen zu erstellen, der einen Bindestrich 
    enthält, schließen Sie den Namen in geschweifte Klammern ein. Der 
    folgende Befehl erstellt die Variable "save-items".

        C:\PS> ${save-items} = "a", "b", "c"
        C:\PS>${save-items}
        a
        b
        c

    Um auf einen Variablennamen zu verweisen, der Klammern enthält, 
    schließen Sie den Namen in geschweifte Klammern ein. 

    Beispielsweise werden mit dem folgenden Befehl die untergeordneten
     Elemente in der Umgebungsvariablen "ProgramFiles (x86)" in den 
     Verzeichnisspeichern abgerufen.

        C:\PS> Get-childitem ${env:ProgramFiles(x86)}


    Um auf einen Variablennamen zu verweisen, der geschweifte 
    Klammern enthält, schließen Sie den Variablennamen in geschweifte 
    Klammern ein, und versehen Sie die geschweiften Klammern mit 
    einem Graviszeichen als Escapezeichen. Geben Sie beispielsweise 
    Folgendes ein, um die Variable "dieser{Wert}ist" mit dem Wert 1 
    zu erstellen: 

        C:\PS> ${dieser`{Wert`}ist} = 1
        C:\PS> ${dieser`{Wert`}ist}
        1


 LAUFWERK 'VARIABLE:'

     Windows PowerShell enthält das Laufwerk "Variable:", das wie ein 
     Dateisystemlaufwerk dargestellt und verwendet wird und in dem 
     die Variablen in der Sitzung gespeichert werden. 

     Mit dem folgendem Befehl können Sie auf das Laufwerk "Variable:" 
     zugreifen:

        set-location variable:
        
         (oder "cd variable:")

     
     Mit dem Cmdlet "Get-ChildItem" können Sie die Elemente 
     (Variablen) im Laufwerk "Variable:" auflisten. Beispiel:

         get-childitem

         (oder "dir" oder "ls")
     
     Weitere Informationen über das Laufwerk "Variable:" und den 
     Windows PowerShell-Variablenanbieter erhalten Sie mit folgendem 
     Befehl:

         get-help variable


SIEHE AUCH
    about_Automatic_Variables
    about_Environment_Variables
    about_Preference_Variables
    about_Scopes





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